Seven Card Stud Poker – traditioneller Pokerspaß mit Pfiff!

Lange bevor Community-Kartenspiele wie Hold’em und Omaha populär wurden, war die am meisten gespielte Pokervariante der Seven-Card Stud. Der Seven Card Stud gilt als reine Poker-Variante, die nicht nur eine historische Vergangenheit, sondern auch einen erhöhten Schwierigkeitsgrad mit sich bringt. Wer wirklich gut im Seven Stud Poker mitmischen möchte, der braucht schon viel Aufmerksamkeit und sehr gute Kartenspielfähigkeiten – mindestens so wie beim Bridge oder Gin.
Das sollte jetzt natürlich nicht heißen, dass diese Pokervariante besser als andere ist, aber es ist schon ein Pokerspiel, das sich zu lernen lohnt. Ein guter Pokerspieler beherrscht oft diverse Pokerarten, und Seven Card Stud Poker ist dabei eine der beliebtesten und wichtigsten. Eine tolle Herausforderung für alle, die denken, dass sie bereits alles in Sachen Poker beherrschen.

Seven Card Stud Poker – traditioneller Pokerspaß mit Pfiff!

Die Grundregeln und Abläufe beim Seven Card Stud Poker

Diese Pokervariante kann übrigens von zwei bis acht Spielern an einem Tisch gespielt werden, wobei das Ziel dasselbe ist wie bei jedem anderen Pokerspiel auch – so viele Chips wie möglich und natürlich auch den Pot gewinnen. Auch wenn das Seven Card Stud Poker eine Menge an kleinen Regeln und Besonderheiten aufweist, ist es grundsätzlich nicht schwer zu erlernen. Im Allgemeinen kann es in vier Abschnitte unterteilt werden:

  • Das Set-up
  • Das Bring-in
  • Die Wettrunden
  • Das Showdown

Das Set-up

Als erstes sollte jeder Spieler Chips erhalten – und diese sollten für große und kleine Wetten sowie den Voreinsatz, das „Ante“ reichen. Die Höhe der Wetteinsätze bestimmt auch, wie groß der Spieleinsatz insgesamt wird. Oftmals ist es so geregelt, dass die „große Wette“ zweimal so groß ist wie die kleine, und das Ante 10% von der großen Wette ausmacht. Wird das Spiel live am Tisch gespielt, kann nun ein Spieler in die Rolle des „Dealers“ gehen und die Karten mischen, beim Onlinespiel wird diese Aufgabe von der Software übernommen.

Nachdem dies geschehen ist, geben alle Spieler ihre Antes ab. Diese Gelder fließen direkt in den Pot – alle Wetteinsätze, die der Spieler sonst tätigt sind als Zusatz zu den Antes zu sehen. Nun beginnt der Dealer, die Karten zu verteilen. Der erste, der eine Karte bekommt, ist der Spieler der links von ihm sitzt, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. Jeder Teilnehmer erhält zwei verdeckte Karten sowie eine offene Karte.

7-card-stud-rules

Das Bring-in

Der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte „auch Door-Card“ genannt, muss den Einsatz für das so genannte „Bring-In“ tätigen. Die Regeln dazu sehen wie folgt aus:

  • Alle Karten haben ihren tatsächlichen Wert, und Bildkarten werden von der schlechtesten bis zur besten Karte wie folgt bewertet: Bude, Dame, König.
  • Sollten zwei Spieler dieselbe Karte niedrigen Werts haben, werden die Kartenkategorien zur Bestimmung des Gewinners bzw. Verlierers zu Grunde gelegt
  • Die Reihenfolge sieht dabei so aus: Kreuz, Karo, Herz, Pik.

Hier hat der Spieler die Wahl: er kann einen Wetteinsatz in Höhe des Antes machen, oder einen vollen Wetteinsatz in Höhe einer kleinen Wette tätigen.

Die Wettrunden im Seven Card Stud Poker

Die erste Wettrunde wird auch Third Street genannt, und der Spieler, der link neben dem, der das Bring-in leisten musste sitzt, ist jetzt gefragt. Er hat drei Möglichkeiten – er kann entweder

  • Passen, also nichts in den Pot geben und auf die nächste Runde warten
  • Einen Einsatz in Höhe des Bring-ins in den Pot geben
  • Oder das Bring-in bis zur Höhe eines kleinen, aber vollständigen Wetteinsatzes aufstocken – oftmals bedeutet dies die Verdopplung des Bring-ins

Die zweite Wettrunde wird dementsprechend „Fourth Street“ genannt. Nachdem die erste Setzrunde abgeschlossen ist, teilt der Dealer (im Onlinespiel macht das die Software)  jedem Spieler (immer beginnend mit der ersten Spieler zu seiner Linken,  im Uhrzeigersinn um den Tisch) eine Karte offen aus, gleich neben die Karte, die als in der ersten Runde offen verteilt wurde.

In dieser Setzrunde, und auch in jeder, die danach folgt, ist der Spieler, der als Erstes handeln muss der, der die höchstwertigen Karten hat. Nach der fünften absolvierten Runde kommt es zum Showdown.

Die Spannung steigt – der Showdown im Seven Card Stud Poker

Jetzt kommt es zum wohl spannendsten Teil des Spiels – zum Showdown! Die noch verbleibenden Spieler wählen ihre fünf besten Karten aus den sieben, die Ihnen zugeteilt wurden aus. Die zwei, die nicht ausgewählt wurden, fallen dabei nicht ins Gewicht und sind als „deaktiviert“ anzusehen. Der Spieler, die am Ende die Karten mit der höchsten Wertigkeit besitzt, gewinnt. Beim Onlinepoker deckt die Software die entsprechenden Karten auf und vergibt den Pot an den Gewinner.