Five Card Stud Poker – das Lieblings-Pokerspiel von Cowboys und Outlaws

Das Five Card Stud Poker ist eine der ältesten Pokerspiele der Welt und wurde schon im Wilden Westen von Cowboys und ihren Gegnern gespielt. Auch wenn es heutzutage seltener als früher gespielt wird, ist diese „offene“ Pokervariante ein echter Geheimtipp für alle Pokerfans und eine tolle Möglichkeit, eine der „Urformen“ des Spiels auszuprobieren. Das Beste daran ist, dass das Five Card Stud Poker sehr einfach zu verstehen  und daher auch für Anfänger durchaus geeignet ist. Um allerdings auch als Anfänger erfolgreich „mitmischen“ zu können, sollte man sich vorher die entsprechenden Regeln

 

Five Card Stud Poker – das Lieblings-Pokerspiel von Cowboys und Outlaws

Five Card Stud Poker – Erklärung und Regeln auf einen Blick

Das Five Card Stud Poker ähnelt den Regeln anderer Pokerspiele, wie beispielsweise dem Stud Hi. In diesem Fall ist es jedoch so, dass der Spieler in einer Hand fünf Karten erhält. Diese sollen beim Showdown dann dazu eingesetzt werden, die beste Pokerhand des Spielers darzustellen, man kann hier also nicht die besten Karten aus den vorhandenen auswählen, sondern  nur die fünf Karten nehmen, die man am Ende übrig hat. Beim Stud Hi hingegen sucht man sich beim Showdown einfach aus mehreren Karten einfach die fünf besten aus.

Auch bei dieser Pokervariante werden übrigens ein 52-Kartendeck und ein 8-handed Tisch eingesetzt. Der eigentliche Spielablauf sieht dann so aus, dass jeder Spieler bei jeder neuen Runde ein so genanntes „Ante“ in den Pot legt – bei diesem handelt sich um eine Art „Voreinsatz“ der noch vor dem Austeilen der Karten getätigt wird, um den Spielverlauf anzuheizen. Das Ante ist also ein unumstößliches „Muss“ für jeden Spieler und beträgt bei einem $2/$4 Limit-Spiel zum Beispiel 40 Cent.

Nachdem alle Spieler ihre Antes in den Pot gelegt haben, erhält jeder Spieler jeweils eine verdeckte und eine offene Karte.  Dann  bekommt jeder Spieler eine dritte Karte offen ausgeteilt. Es gibt eine zweite Einsatzrunde. Nun erhält jeder Spieler eine vierte Karte offen ausgeteilt und es gibt eine dritte Wettrunde. Im fünften Schritt bekommt jeder Spieler eine aufgedeckte Karte, und eine vierte Setzrunde findet statt. Die „überlebenden“ Spieler zeigen ihre Karten und das beste Fünf-Karten-Blatt gewinnt den Pot. Die erste, verdeckte Karte, die an die Spieler ausgegeben wird, wird übrigens häufig auch als „Loch“-Karte bezeichnet.

Reihenfolge der Wettrunden im Five Card Stud Poker

Meistens wird die Wettrunde von dem Spieler begonnen, der jeweils die beste Hand hat. Aus diesem Grund werden Paare, Dreier- und Viererpaschs so gezählt, das beispielsweise die Karten 3-3-3 einen höheren Wert als 7-7-8 haben, da dies auch höher als A-K-Q ist. Unvollständige Straights und Flushes zählen in diesem Fall nicht.
five card stud poker

 

Wie bereits angedeutet setzt der Spieler, der die niedrigste offene Karte hat, als Erster. Diese erste Runde wird auch „Second Street“ genannt. Dieser erste Einsatz wird als „Bring-In“ bezeichnet. Oftmals einigen sich die Spieler vorher auf eine bestimmte Minimalsumme hierfür, meistens beträgt diese jedoch nicht mehr als 25% des niedrigeren Einsatzes. Manchmal kann es auch sein, dass mehrere Spieler eine Karte der gleichen Wertigkeit als offene Karte haben. In diesem Fall sieht die Lösung dann so aus, dass die Farbe bestimmt, wer das Bring-in zahlen soll.

In allen darauf folgenden Runden kann der Spieler, der die Runde eröffnet, sich entweder des Einsatzes enthalten oder einen Einsatz in der verlangten Höhe machen. Es kann übrigens auch Runden geben, in denen kein Spieler setzt – außer bei der Second Street.

Der Showdown – wer hat denn nun  gewonnen?

Nach der fünften Runde kommt der spannende Showdown – alle Spieler, die noch dabei sind, müssen ihre Karten zeigen, und der, der die beste High-Hand vorweisen kann, ist der Gewinner. Wird Five Card Stud Poker online gespielt, findet die Software zuverlässig heraus, wer die beste Hand hat und rechnet dem jeweiligen Spieler den Pot zu. Sollte es doch einmal sein, dass die beste Hand von mehreren Spielern gleichzeitig erzielt wurde, wird der Pot fair unter allen Gewinnern aufgeteilt.

Allerdings wird auch die Reihenfolge, in der die Spieler ihre Karten zeigen, nicht dem Zufall überlassen: Beim Onlinepokern werden die Karten des Spielers, der in der letzten Runde zuerst setzen musste zuerst aufgedeckt, manchmal allerdings auch die Karten des Spielers, der zuletzt erhöht hatte. Sollte der nächstfolgende Spieler eine bessere Hand halten, als die, die gerade aufgedeckt wurde – oder zumindest eine gleichwertige – zeigt die Software seine Karten an. Sollte der Spieler allerdings eine schlechtere Hand haben, kann er dabei auch passen.

Grundsätzlich kann jeder Spieler seine Hand von der Software aufdecken lassen, wenn sie höherwertig oder besser als die zuletzt angezeigte ist. Sollte sie schlechter sein, kann er passen oder sie abwerfen. Der Gewinner ist, wie bereits erwähnt, natürlich der Spieler mit der besten Hand. Allerdings gibt es auch eine interessante Variante zu diesem Pokerspiel – nämlich das „Lowball“. In diesem Fall gewinnt der Spieler mit der „schlechtesten“ Hand beziehungsweise der geringsten Punktzahl beim Showdown!